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 "Paradise Papers" bestätigen:
Panama ist überall
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 Die Enthüllungen der "Panama Papers" beherrschten im Frühjahr 2016 die Schlagzeilen. Zitterten die "braven" Reichen in den letzten Jahren von einer Schweizer Steuer-CD zur nächsten, sind jetzt auch die Scheinfirmeninhaber dran.

Dabei ist Panama nicht die Ursache. Das Land am großen Kanal und die angezapfte Briefkastenfirmen-Fabrik sind nur das erste offene Beispiel, nur die berühmte Spitze des Eisberges. Es geht auch nicht nur um die typischen korrupten Staaten, es geht quer über den Globus auch um Rechtsgebiete, die zu vorgeblich gut funktionierenden Rechtsstaaten gehören.

Nehmen wir nur die erste Auswahl der betroffenen Politiker und Politikerfreunde, zählen die noch Unbenannten aus der zweiten Reihe dazu und multiplizieren dieses mit der Anzahl der briefkastenduldenden Länder und deren Anzahl an ähnlichen Gründerkanzleien - dann wissen wir, dass es hier um einen großen Teil der weltweiten Politik- und Geldelite geht, die täglich für unkontrollierte Ziele ihre Milliarden verschieben können - und dies tun.

Länder, die fiktive Firmen dulden oder diese sogar zum typischen Geschäftsmodell machen, und/oder keine Buchhaltungs- und Bilanzpflichten durchsetzen, kann man vom globalen oder bilateralen Zahlungsverkehr ausschließen. Aber es sind ja die Profiteure, die hierfür die Hände hätten heben müssen - was erklärt, dass es unterblieben ist.

Zieht jetzt der reinigende Monsumregen über alle Kontinente, der den Durchbruch für ein faireres Weltfinanzwesen bringt?

Mehrere Tausend Deutsche, die Briefkastenfirmen von "Mossack Fonseca" in Panama besitzen, werden sehen, sich jetzt aus der Schusslinie zu bringen. Aber die vielfache Zahl der Briefkasteninhaber in all den anderen Ländern, bei all den anderen Kanzleien, werden weiter mauern, die Unschuldsengel spielen und beten, dass ihre Kanzlei nicht geleakt wird.

Rolf Albrecht

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Die im November 2017 aufgekommene Enthüllungs-Welle unter dem bewusst zynischen Namen "Paradise Papers" bestätigt unsere nur 18 Monate zuvor veröffentliche Panama-Prognose. Und so wie nun die vorgetäuschte Ehre weiterer Steuer-Umschiffer geografisch passend im Bermuda-Dreieck versenkt wird, werden weitere folgen, Jahr für Jahr, bis wir endlich ernsthaft darangehen weltweite Mindeststeuern ebenso durchzusetzen wir ein wirksames Verbot für Scheinfirmen und Gewinn-Verschiebebahnhöfe.

Rolf Albrecht
     
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