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 Antichristlicher Skandal:
E-Auto-Fahrer(innen) dürfen
nur Richtung Süden beten
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 Glosse
     
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 Dass unser Christliches Abendland in Gefahr ist, wissen wir mittlerweile alle. Aber während der Freistaat Bayern als radikale Gegenmaßnahme in seinen Behörden die Aufhängung von Kreuzen anordnet, werden in der Autobahnkirche Baden-Baden aktive Christen mutwillig vom Gebet ausgesperrt.
     
   
   
 Den Stein des Anstoßes erblickte ich am Abend des 24. April 2018 auf der Rückfahrt von einer Redaktionsreise an der A5 auf dem Autobahnrasthof Baden-Baden:

Wie schon mehrfach zuvor, nutzte ich die 20-30 Minuten Ladezeit meines Elektroautos an der Schnellladestation neben dem Glockenturm für ein paar ruhige Minuten in der extra für solche Einkehr gebauten Autobahnkirche.

Da meine abendliche Fahrt gen Süden ging, habe ich das Drama fast übersehen, denn von Norden kommend benutzt man die Einfahrt neben der Tankstelle.

Richtung Norden fahrend ist die Autobahnkirche aber extra über eine ausgeschilderte Nebenausfahrt über eine Brücke zugänglich. Aber der gepflasterte Verbindungsweg von nur 50 m Länge ist nun für E-Autos gnadenlos durch einen dicken Granitbruchstein versperrt. Der Stein lag zuvor einen Meter seitlich und ließ genug Platz um die Ladestation erreichen zu können. Jetzt vereitelt er den Ladestations-Zugang - und damit die Möglichkeit zum Gebet in der Kirche während der Ladezeit.

Der Stein muss zurück auf seinen alten Platz - oder ein nebenstehender Pfosten entfernt werden. Sonst regiert der Antichrist, oder die e-mobilen Christen und Nichtchristen müssen ca. 10 km absurden Umweg über die Ausfahrt Rastatt-Süd via Gegenrichtung hinnehmen.

Auch steuerpolitisch hat der Skandal zwei relevante Facetten: Was nutzt eine durch Kirchensteuer finanzierte Autobahnkirche wenn der neuchristliche Alltagsgrundsatz "Lade und Bete" (neben klassisch "Ora et labora" = „bete und arbeite“) durch teuflisch verschobene Granitsteine unterlaufen wird und zudem eine durch steuerfinanzierte Zuschüsse errichtete Schnellladestation nur in eine Fahrtrichtung genutzt werden kann - sowohl für betende Christen als auch für solche Reisenden, die ihr Abendmahl im Rasthofs-Schnellrestaurant zelebrieren und dort im automatisierten Sanifair-Klingelbeutel 70 Cent spenden.

Rolf Albrecht
     
   
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