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 Industriekletterer: Inoffizielle Weltmeisterschaft in Duisburg
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 Alle zwei Jahre kommen Industriekletterer und
Seilzugangstechniker aus der ganzen Welt zusammen, um sich beim „Petzl RopeTrip“ miteinander zu messen. Diese inoffizielle Weltmeisterschaft der Industriekletterer hat 2018 zum ersten Mal in Deutschland, im Landschaftspark Duisburg-Nord, stattgefunden.


An drei Wettkampftagen bekletterten die Teilnehmer die einmaligen Strukturen des Parks und haben sich in Aufgaben gemessen, die an ihren Arbeitsalltag das Arbeiten in großen Höhen an Gebäuden, Fassaden und großen Bauwerken angelehnt waren.

Insgesamt 120 Wettkampfteilnehmer aus 16 Ländern, aufgeteilt auf 40 Dreier-Teams, kamen für den dreitägigen Wettkampf nach Duisburg. U. a. nahmen Teams aus Brasilien, Russland, Kanada, Taiwan, Frankreich und Deutschland teil.

Sieger des Petzl RopeTrip 2018 wurde das Team „RAT“ aus Kanada. Sie konnten nach Qualifikationsrunde, Halbfinale und Finale sowie drei körperlich sehr anstrengenden Tagen den Wettkampf für sich entscheiden.

Marek Proba vom Petzl-Organisationsteam war begeistert von den Möglichkeiten, die der Landschaftspark Duisburg-Nord für die Auswahl der Wettkampfaufgaben bot:

„Die Industriekulisse mit den beeindruckenden, hohen Türmen und alten Industrieanlagen bietet alle Möglichkeiten, von denen wir als Wettkampf-Ausrichter nur träumen können.“

Beim Petzl RopeTrip geht es allerdings nicht nur
darum, sich miteinander zu messen: Vielmehr ist es für die Teilnehmer eine einmalige Möglichkeit sich mit Industriekletterern aus aller Welt über fachliche Themen sowie Klettertechniken auszutauschen und
neue Kontakte zu knüpfen.

Der RopeTrip wurde von einem Symposium begleitet, an dem 100 weitere Teilnehmer teilgenommen haben. Die Workshops, die von Referenten aus Wissenschaft, Praxis, Berufsgenossenschaft und Herstellern geleitet wurden, boten die Gelegenheit verschiedene Aspekte des Berufsbilds vertieft zu behandeln.

Beruf Industriekletterer

Industriekletterer, in der Fachsprache auch
Seilzugangstechniker genannt, erreichen mit Hilfe
von Seilzugangstechnik schwer zugängliche Bereiche in Gebäuden, an Fassaden und an großen Bauwerken, wie Hochhäusern, Windrädern, Strommasten, Ölplattformen usw.

Die Seil- und Sicherungstechniken sind das Mittel zum Zweck, um an diese Orte zu gelangen. Das Ziel ist es, dort die beauftragten Arbeiten zu verrichten, z. B. Fensterreinigung oder Renovierungs- und Wartungsarbeiten.

Oft sind diese Arbeitsplätze sehr spektakulär (z. B. Fernsehtürme, Fußballstadien oder die Elbphilharmonie), aber auch sehr gefährlich.

Voraussetzung um in Deutschland als Seilzugangstechniker zu arbeiten, ist eine Ausbildung nach den Standards der beiden Berufsverbände Fisat oder Irata. Die Grundausbildung für einfachere Tätigkeiten kann man in einer Woche erwerben, für anspruchsvollere Arbeiten sind aber jahrelange Berufserfahrung und weitere Ausbildungsschritte nötig.

Neben den Seiltechniken bringen Industriekletterer idealerweise eine handwerkliche oder technische Ausbildung bzw. Kenntnisse mit, um die erforderlichen Montagearbeiten vornehmen zu können Näheres unter www.fisat.de.

Das Redundanzprinzip

Ein Industriekletterer ist bei der Arbeit immer doppelt gesichert. So ist sichergestellt, dass im Falle des
Versagens eines Systems das zweite System, das Backup, einen Absturz verhindert. Das Backup Seil ist zu diesem Zweck komplett unabhängig vom Arbeitsseil installiert. Die Redundanz ist das wichtigste Prinzip, das das Industrie- vom Sportklettern unterscheidet.
   
    
 
 
 
 
 
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Industriekletterer im Landschaftspark Duisburg-Nord.
 
 
 
 
 
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(Bilder: Petzl)
   
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