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 Power2Drive / TU München:
Bis 2030 allein in Deutschland
rund 8 Mio. Elektrofahrzeuge
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 Zum ersten Mal fand 2018 die Messe Power2Drive Europe im Rahmen der The smarter E Europe statt und konnte sofort Aussteller und Besucher überzeugen. 148 Anbieter präsentierten ihre Innovationen für die Ladeinfrastruktur und Elektromobilität, und die Power2Drive Europe Conference sowie das ees & Power2Drive Forum vertieften die aktuellen Themen der Branche.

Rund 47.000 Besucher aus 155 Ländern waren auf der The smarter E Europe. Bei der neuen Fachmesse Power2Drive Europe stand die Integration der Elektromobilität in das erneuerbare Energiesystem im Mittelpunkt. Während die Energiegewinnung und -verteilung das Thema der Messe Intersolar Europe war, traf sich auf der ees Europe (siehe Extra-Bericht)die Energiespeicherbranche.

Die Power2Drive Europe ist die Plattform für umweltfreundliche Mobilität, und die EM-Power für die effiziente Energienutzung in privaten und öffentlichen Gebäuden und im Gewerbe. Die The smarter E Europe adressiert insgesamt die Synergien, die zwischen den Branchen durch die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität entstehen und die zu vielen neuen innovativen Geschäftsideen und -strategien führen.

Einer der Höhepunkte bereits am Vortag der Messe war die Conference Opening Keynote von Michael Liebreich, Gründer von Bloomberg New Energy Finance, UK. Sie bot den zahlreichen Teilnehmern einen tiefen und spannenden Einblick in die weltweiten Trends auf dem Weg in eine Welt der erneuerbaren Energien.

Die Veränderungen haben bereits
begonnen und werden gewaltig sein.


Millionen Elektrofahrzeuge und Ladestationen werden in den nächsten Jahren hinzukommen, die Hälfte davon durch die private Hand. Bereits 2030 könnte der Anteil elektrischer Fahrzeuge rund ein Drittel aller neuzugelassenen Fahrzeuge weltweit ausmachen entsprechend groß wird der Energiebedarf sein.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Weiterentwicklung von Ladelösungen sowie Bezahlmethoden und innovative wie benutzerfreundliche Geschäftsmodelle waren daher die beherrschenden Themen der Messe und der Power2Drive Europe Conference.

"E-Mobilität spielt in der Energiewelt der Zukunft eine sehr große Rolle. Auch wenn sie sich noch in den Startlöchern befindet, steckt ein enormer Markt dahinter", erklärte Jonas Mägdefessel, Projektmanager Kreisel Electric. "2018 geht es im Speziellen um Ladeparks oberhalb von 96 Ladepunkten. Deren intelligente Steuerung sowie ein Lastmanagement in Verbindung mit Speichern und großen PV- und Windparks stehen im Fokus."

Schlüsselfaktor Ladeinfrastruktur

Für den Durchbruch der Elektromobilität muss die Ladegeschwindigkeit deutlich gesteigert werden. Daher arbeiten viele Hersteller an innovativen Lösungen für das Laden mit hohen Leistungen bis zu 350 KW, dem sogenannten High Power Charging.

Auch Porsche Engineering hält die 800-Volt-Ladesysteme für eine Kerntechnologie. Der Autobauer hat deshalb zusammen mit dem Speicher- und Batterieanbieter Ads-tec ein Schnellladesystem mit 320 KW Gleichstrom entwickelt und auf der Messe vorgestellt.

Hochleistungsladestationen und Ladesysteme standen auch in der Conference im Blickpunkt. Ralf Martin Müller, Projektmanager Forschung & Entwicklung, Storage- and E-Mobility Solutions von Enercon präsentierte in seinem Vortrag Möglichkeiten, wie Schnellladestationen ins Energienetz eingebunden werden können und welche Auswirkungen das auf das Stromnetz hat.

Einen Überblick über den aktuellen Status und die Entwicklungen der E-Mobility-Ladeinfrastruktur in Europa gab Thomas Gereke, Senior Management Consultant e-Mobility bei Siemens. Viel wurde auch darüber diskutiert, wie Ladestationen in eine bestehende Infrastruktur integriert werden können.

"Bei der Power2Drive Europe findet sich die beste Verbindung aller für eine vernünftige Verkehrswende wichtigen Bestandteile. Hier findet die gesamte Querverbindung zwischen Solar-, Speicher- und Ladetechnologie statt", so Carla Serinek, Marketing der Firma Parkstrom. "Die E-Mobilität kann einen großen Beitrag dazu leisten, dass in Zukunft eigenerzeugte Energie sinnvoll weiterverwertet wird. Somit ist sie derzeit eine der nachhaltigsten Fortbewegungsformen, die bereits praktisch angewendet werden kann."

Elektromobilität - mehr als
die Elektrifizierung von PKWs


Nicht nur PKW sondern auch Ausflugsboote, Fähren und Yachten werden ebenso elektrifiziert wie Zweiräder, Leichtfahrzeuge, Spezialfahrzeuge, LKW, Busse und sogar erste Flugzeuge und Helikopter. In einer Sonderschau zeigten Aussteller und Partner der Power2Drive Europe einen Querschnitt durch die Vielfalt der Elektromobilität.

Besonders attraktiv war auch der Test-Drive für Leichtfahrzeuge. Hier konnten die Besucher zum Beispiel elektrifizierte Lastenfahrräder, Roller und eine große Vielzahl unterschiedlicher weiterer Fahrzeuge erleben und ausprobieren.

Der kommende Markt für elektrifizierte Fahrzeuge ist riesig. Die Technische Universität München (TUM) prognostiziert bis 2030 allein in Deutschland rund 8 Mio. Elektrofahrzeuge.

Voraussetzung dafür sind jedoch ausreichend verfügbare Lade- und Schnellladestationen. Bis 2030 sollen es in Deutschland rund 4,7 Mio. geben, darunter 200.000 Schnellladestationen und 2,5 Mio. an privaten Standorten. Zum Vergleich: Im September 2017 standen erst 4.730 öffentliche Stationen zur Verfügung.

Die Power2Drive Europe sowie die Parallelveranstaltungen finden wieder vom 15. bis 17. Mai 2019 unter dem Dach The smarter E Europe auf der Messe München statt.
   
   
   
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