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 E-mobiler Durchbruch
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 September 2026: Das unten formulierte Editorial ist inzwischen 10 Jahr alt - Zeit für einen ergänzenden Rück- und Vorausblick:

Ja, der Durchbruch der E-Mobilität hat hierzulande nur zäher die erhofften und technisch möglichen Fortschritte gemacht, als prognostiziert. Voll gelungen ist er erst in Norwegen, wo bei Neuwagen schon seit dem Vorjahr Verbrenner nur noch eine rare Quote von wenigen Prozent bilden. Bei uns verlieren Verbrenner dei Neuwagen erst jetzt die Dominanz, wobei im Mittelfeld zwischen Benzin/Diesel und Strom Hybridvarianten den Übergang mittragen.

Die Beharrungskräfte waren in den letzten Jahren weiter immens, wider jede wirtschaftliche und klimapolitische Vernunft. Jetzt zahlt die deutsche Autoindustrie und mit ihr die Zulieferer einen hohen Preis durch sinkende Marktanteile und vieltausendfach gefährdete Arbeitsplätze.

Während uns der Klimawandel mit Hitze, Dürren und Starkregen immer mehr um die Ohren fliegt, wollen die Exportländer weiter an fossilen Energien verdienen, Putin will seinen jahrelang erfolglosen Krieg starrsinnig gegen die Ukraine öl- und gasfinanziert fortsetzen, während Dinosaurier Trump die US-Wirtschaft noch bis 2028 systematisch gegen die Wand fährt.

Und bei uns schreien die radikal rechten und linken Populisten nach billigen fossilen Energien, werden von der Regierung teuer und sinnlos mit Tankrabatten beschwichtigt, was den nötigen Wandel unnütz verzögert.

Die Logik gilt andersherum: Jeder neu gewonnene Ökostrom mit jedem neuen E-Auto und jeder neuen Wärmepumpe entzieht klimafreundlich dem Markt den Bedarf an fossiler Energie. Ziehen wir das durch, entspannt sich der schrumpfende Restmarkt für Öl und Gas - und spielt in künftigen Jahrzehnten politisch keine große Rolle mehr.

Rolf Albrecht

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Editorial Herbst 2016

Noch vor einem Jahr stand mein Editorial zum gleichen Thema unter dem Titel "E-Durchstrecke".
Seither ist der Durchbruch zwar noch nicht vollzogen, aber die Weichen werden inzwischen richtig gestellt, E-Antriebe können auf die Überholspur kommen.

Weniger Verkehrslärm, keine Stickoxide, kein Abgas - E-Fahrzeuge hinterlassen allenfalls etwas Reifenabrieb und dank Rekuperation auch nur marginal Bremsbelagabrieb. Stattdessen erleben E-Fahrer(innen) tolle Beschleunigung und haben deutlich weniger Energie- und Wartungskosten.

Der bedrohliche Klimawandels und der Nicht-Nur-VW-Abgasskandal entziehen ersetzbaren Verbrennern die ökologische Existenzberechtigung. Unter 5°C wird ja auch bei den "saubersten" Neuwagen weiterhin die Stickoxidreduktion abgeschaltet, also z. B. fast immer im Herbst/Winter im morgentlichen Berufsverkehr.

Wirtschaftlicher Ökostrom wird immer mehr verfügbar und bezahlbar speicherfähig.

Die meisten Autohersteller werden zunehmend vollelektrische Modelle mit Ladekapazitäten für Entfernungen über 400 km verkaufen.

Schnellladestationen an Autobahnen, um auf Langstrecken mobil zu bleiben, bilden inzwischen halbwegs ein Netz.

Die Leistungsfähigkeit der Batterien steigt derzeit jährlich um ca. 20 % ohne Mehrkosten. Und weltweit werden gigantische Kapazitäten aufgebaut. Die neuen Elektroautos sind inzwischen wirtschaftlicher als Verbrenner, erst recht wenn man Strom aus der eigenen Solaranlage tankt.

Die E-Durststrecke kann damit enden. Aber es wird mehrere Jahre brauchen, bis soviel Verbrenner ersetzt sind, dass die sauberere Luft zu messbar mehr Gesundheit führt.

Rolf Albrecht
   
  
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