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 Erste Gigawatt-Fabrik für Batteriespeicher in Europa
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 In der Lutherstadt Wittenberg entsteht Europas erste "Gigafactory" für Batteriespeichersysteme. Tesvolt, Hersteller von Stromspeichern für Gewerbe und Industrie, baut eine neue Fertigung für Lithiumspeicher mit einer Jahresproduktionskapazität von über einer Gigawattstunde (GWh).

Innovationen im Produktionsprozess sorgen dafür, dass die Speicher flexibel und effizient in Serie gefertigt werden können. Die millionenschwere Investition finanziert Tesvolt fast ohne Fördermittelunterstützung, lediglich die Fertigungslinien werden zu rund 10 % von der EU gefördert. Die neue Fertigung, Lager und Büros werden zu 100 % mit Solarenergie versorgt werden.

Der erste Bauabschnitt mit 12.000 m² Nutzfläche wird im Juni 2019 fertiggestellt, in der Endausbaustufe wird die jährliche Fertigungsleistung auf 20.000 m² Nutzfläche mehr als eine GWh betragen. Bis dahin soll die Mitarbeiterzahl von heute 60 auf 100 bis 120 ansteigen.

„Der Weltmarkt für stationäre Energiespeicher hat bereits eine Gesamtkapazität von 16 GWh erreicht. Die Menschen in Europa wollen keine rauchenden Kohlekraftwerke und Dieselskandale mehr, sie wünschen sich eine Zukunft ohne Umweltkatastrophen“, so Daniel Hannemann, der Tesvolt vor fünf Jahren zusammen mit Simon Schandert gegründet hat. „Mit der Gigafactory wollen wir dazu beitragen, indem wir bezahlbare, saubere Energie überall auf der Welt ermöglichen.“

Innovationen in der Fertigung

Die Technik für die neue, halbautomatisierte Produktionslinie liefert der Maschinenbauer teamtechnik, der auch für viele namhafte Autohersteller Produktions- und Prüflinien baut. Die hohe Hard- und Softwarekompetenz von teamtechnik sorgt für eine effiziente und sichere Serienfertigung. Jedes Batteriemodul wird automatisiert auf Funktionstüchtigkeit geprüft, jeder Prozessschritt wird datentechnisch erfasst und kann lückenlos zurückverfolgt werden.

CO2-neutrale Fertigung

In der Fabrik sollen die Tesvolt Batteriespeicher vollständig CO2-neutral gefertigt werden. Den Strom für die Speicherproduktion und die Büroräume wird eine Photovoltaikanlage mit 200 kWp Leistung liefern, der überschüssige Strom wird in werkseigenen Tesvolt Batterien mit einer Kapazität von 350 kWh gespeichert. Auch die Heizung wird mit Solarstrom laufen. Hier setzt Tesvolt eine innovative Hochtemperatur-Wärmepumpentechnik ein, die ausschließlich natürliches Kältemittel verwendet.

Agiles Bürokonzept

Im Gebäudekomplex befinden sich auch die neuen Büroräume, die im Juni bezogen werden sollen. Seit einem Jahr arbeitet Tesvolt nach dem Prinzip der agilen Organisationsform, d.h. es gibt keine Hierarchien mehr im Unternehmen. Alle Entscheidungen werden im Team getroffen. „Das spiegelt sich auch in unserem neuen Bürokonzept wider:

Es gibt ein großes, offenes Büro mit sehr vielen Kommunikationsinseln, aber auch Rückzugsflächen. Alle sollen sich hier wohlfühlen – für uns ist das Arbeiten 2.0“, erklärt Simon Schandert. „Wir wollen nicht abarbeiten, sondern innovative Lösungen schaffen. Durch die agile Organisationsform sind wir effizienter als früher und können noch besser auf den Batteriemarkt reagieren, der sich rasant verändert.“
   
   
 
 
 
 
 
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Hochvoltspeicher TS HV 70.
 
 
 
 
 
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Firmengründer Simon Schandert (links) und Daniel Hannemann.
(Bilder: Tesvolt)
   
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