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 Klimahügel
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 Editorial Winter 2019/20

Advent, Advent, der Wald der brennt: Von Kalifornien über Brasilien bis nach Australien, die Waldbestände des Planeten brennen schneller nieder als engagierte Aufforstungen ausgleichen können. Die Brandursachen reichen von Dummheit über feuerhungrige Profitgier bis zu Dürren durch den bereits realen Klimawandel.

Das Zeitfenster für eine evolutionäre Anpassung ist bereits verspielt - und im Gegensatz zu den Dürren an Land schwimmen wir bei den Gegenmaßnahmen zur Klimaerwärmung nun gegen den Strom - gespeisst aus schmelzenden Gletschern und Eisbergen.

Und die deutsche Umweltministerin präsentierte auf dem Klimagipfel in Madrid ihr schöngeredetes Klimapäckchen.

Ein langatmiger Kohleausstieg, kein greifender Ausstieg aus Ölheizungen, eine CO2-Miniabgabe, über die sich jeder Ölscheich schlapp lacht, eine gesetzesbürokratisch abgewürgte Windkraftbranche und wieder Rekordzahlen bei den Neuzulassungen spritfressender SUVs - die bestätigen, dass weder die Industrie noch viele Verbraucher die täglichen Warnschüsse der Natur zu verändertem Handeln bewegen.

Wann wird dieser Blindflug enden? Erst wenn die Mehrzahl der tollen Urlaubsinseln in den Ozeanen versunken sind, inkl. der gesamten norddeutschen Tiefebene? Erst wenn auf den sandigen Böden Brandenburgs der letzte Baum durch Dürren und noch verheerendere Waldbrände abgefackelt ist? Oder wenn der letzte Skilift in den Alpen geschlossen wird?

Das Weltklima hat wohl erst dann wieder eine Chance, wenn Klimagipfel höher herauskommen als Maulwurfshügel - und jeder Einzelne privat und im Beruf seine täglichen unde großen Entscheidungen nachhaltig ausrichtet - mit immer weniger Kompromissen.

Rolf Albrecht
   
    
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