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 Bauen in Corona-Zeiten
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 Editorial

Binnen 2 Monaten ist im Januar/Februar 2020 aus einer regionalen Epidemie, in einer fernen chinesischen Provinz, eine Pandemie geworden - auf die wir im Alltag nicht mal im Ansatz vorbereitet waren. Seit März durchlaufen wir alle einen beschleunigten Lernprozess mit schweren Einschränkungen im Privat- und Berufsleben.

Abgesehen von den weltfremden Corona-Leugnern und den extremen politischen Randgruppen, die jede Notlage missbrauchen, unsere insgesamt recht gut funktionierende Demokratie zu diskreditieren, machen wir medizinisch und organisatorisch jeden Monat maßgebliche Fortschritte, die Krise zu beherrschen.

Die Baubranche ist bisher unbeschadet durch die Pandemie gekommen, zumal selbst während der ersten Infektionswelle im Frühjahr auf den Baustellen fast normal gearbeitet werden konnte. Auch die Auftragslage ist so gut, dass die Kontinuität bis ins nächste Jahr halten wird - und dann haben wir es mit kommenden Impfstoffen etc. potentiell hinter uns.

Dennoch jammern manche Entscheider und kürzen Budgets für Investitionen und Dienstleister - und sind damit grundlos Mitverursacher des Konjunkturtiefs. Hier sollte Mut und Optimismus dominieren, denn keine Branche ist mehr dazu berufen ein Anker der Stabilität zu sein, als die die selbst Infrastruktur und Gebäude Realität werden lässt.

Die Infektionsgefahr ist auf den Baustellen gering, meist ist genug Platz für unkritischen Abstand. Aber schon im Kleinbus von und zur Arbeit wird es zu eng. Wenn eine Aufteilung auf mehr Fahrzeuge nicht zu machen ist, können höherwertige Atemschutzmasken, z. B. FFP2, mehr Schutz bieten als ein alltäglicher Mund-Nase-Schutz.

Auch wenn der Gesetzgeber Werksverträge erstmal nur in der Fleischindustrie verbietet, darf man nicht Kleinreden, dass auch manche osteuropäischen Baukolonnen unterbezahlt und nicht angemessen untergebracht werden. Gewinnmaximierung zu lasten von Humanität, Gesundheit und fairer Verantwortung wirft ein schlechtes Bild auf Teile der Branche - und zeigt Handlungsbedarf.
     
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 Rolf Albrecht
     
   
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