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 Pressluftatmer: Sicherere Einsätze durch digitale
Technik und Vernetzung  
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 Für die moderne Brandbekämpfung und die heutigen komplexen Brandherde ist das umgebungsluftunabhängige Atemschutzgerät (Pressluftatmer) unerlässlich. Es bietet den größten Schutz vor toxischen Gasen und schädlichen Partikeln, die bei einem Brand entstehen können.

Gleichzeitig stellt es für Einsatzkräfte eine hohe körperliche Belastung dar und beeinflusst die Leistungsfähigkeit, etwa aufgrund des zusätzlichen Gewichts und des eingeschränkten Atemluftvorrats.


Ein Atemschutzgerät allein wiegt je nach Hersteller ca. 15 kg. Je nach Ausrüstung wird die Einsatzkraft insgesamt mit 25 bis 45 kg zusätzlich belastet.

Atemschutztechnik im Wandel

Eine Generation von Atemschutzgeräten besteht in der Regel über viele Jahre. Eine besondere Herausforderung: Denn die Geräte müssen für einen langen Zeitraum den Anforderungen ihrer Träger in Hinblick auf Sicherheit und Komfort entsprechen.

Über die Jahre macht die Technologie unweigerlich erhebliche Fortschritte, vor allem in den Punkten Ergonomie und Digitalisierung sowie den erhöhten thermischen Anforderungen. In den letzten Jahren, und besonders seit der Corona-Pandemie, gewinnt auch die Hygiene einen immer höheren Stellenwert. Sie fängt bereits bei der Produktentwicklung an – die Ausrüstung wird so gestaltet, dass sie leicht zu reinigen ist und Feuerwehrleute bestmöglich vor schädlichen karzinogenen Stoffen sowie bakteriellen und viralen Infektionen schützt.

Mit dem neuen Dräger PSS AirBoss Pressluftatmer soll die Brücke aus bewährter und zukünftiger Technik geschlagen werden: Der digitale Fortschritt um die Themen Telemetrie, Konnektivität, Vernetzung und Kommunikation sollen maßgeblich zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Einsatzkräften beitragen und den Feuerwehreinsatz noch sicherer und komfortabler gestalten – eben im Einsatz unterstützen. Dabei ist der Pressluftatmer nicht länger nur ein Produkt, sondern wird zu einem vernetzten System.

Automatische Kommunikation im Einsatz

Mit dem PSS AirBoss soll die Telemetrie- und Kommunikationstechnologie von
Atemschutzausrüstung vorangetrieben werden. Der Pressluftatmer bietet eine Vernetzung mit dem automatisierten Atemschutz-Überwachungssystem Dräger FireGround. Mit dieser betrieblich erprobten Telemetrielösung können wichtige Informationen automatisch und online zwischen Atemschutzgeräteträger und Einsatzleitern ausgetauscht werden. Die Atemschutzgeräteträger sind somit während des Einsatzes ständig nachverfolgbar und kommunizieren automatisch, ohne dass sie ihre Tätigkeit unterbrechen müssen.

Ausgetauscht werden manuelle und automatische Notsignale, Rückzugssignale, Informationen zum Flaschendruck und zur Einsatzzeit. Ein Bewegungslosmelder lenkt die Aufmerksamkeit durch visuelle und akustische Signale auf gefährdete Einsatzkräfte, z. B. im Fall eines Sturzes oder bei Bewegungslosigkeit. Des Weiteren erfolgen Warnungen bei niedrigem Flaschendruck oder starker thermischer Belastung.

Weniger Tragegewicht für mehr Leistungsfähigkeit

Von besonderer Bedeutung, um den Tragekomfort des Atemschutzgeräts zu verbessern, sind die Ergonomie und das Reduzieren des Ausrüstungsgewichts. Zur Verbesserung des Tragekomforts tragen z. B. ein drehbares, kippbares und gleitendes Beckenpolster sowie ein höhenverstellbares Tragesystem bei. Eine neue Nano-Vollkompositflasche (Typ 4) reduziert zudem das zu tragende Gewicht während des Einsatzes.

Beim PSS AirBoss wird das Gewicht auf der Hüfte getragen und weniger auf den Schultern. Das verbessert nicht nur den Komfort, sondern auch die Beweglichkeit in engen Räumen, beim Herabsteigen von Leitern und beim Vorgehen in Treppenhäusern.

Zubehörteile bzw. Zusatzausrüstung müssen sorgfältig integriert und am Tragesystem befestigt werden können. So kann sich während des Einsatzes
nichts verheddern und die Gefahr des Hängenbleibens wird reduziert.

All diese ergonomischen Verbesserungen können die körperliche Belastung der Einsatzkraft minimieren und dazu beitragen, das Risiko von Verletzungen und die Belastung beim Tragen des Atemschutzes zu verringern.

Schmutzfallen vermeiden

Glatte, gering absorbierende und flüssigkeitsabweisende Materialien nehmen weniger Verunreinigungen und Schadstoffe auf. Sie lassen sich zudem einfacher reinigen. Beim Design eines Atemschutzgeräts sollten Schmutzfallen vermieden werden. Der gesamte PSS AirBoss kann maschinell aufbereitet werden. Die maschinelle Aufbereitung erfolgt in einem gekapselten System,  wodurch die Belastung für den Gerätewart weiter reduziert wird.
   
   
 
 
 
 
 
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Das verringerte Tragegewicht sorgt für eine höhere Leistungsfähigkeit
im Einsatz. (Bild: Dräger)
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