| | Viele Häuser bilden Stauwärme im Sommer und haben hohe Wärmeverluste im Winter.
Warum ist der bundesdeutsche Heizenergieverbrauch von 2011 bis 2022, trotz hoher Subventionen, nur um 5 auf 125 kWh/m²a zurückgegangen?
Wird der Stand der Technik angewendet, sollten für Neubau und Sanierung < 20 kWh/m²a erreichbar sein — doch die aktuelle Sanierungsquote in Deutschland liegt bei nur ca. 0,7 % pro Jahr. Das ist ein großes Problem. Doch es gibt eine Lösung, die bekannt ist aber nur zu selten eingesetzt wird.
Blick auf die Ursache: Warum Häuser trotz Dämmung viel Energie verlieren
Im Sommer läuft die Klimaanlage auf Hochtouren, im Winter das Gegenteil, die Heizung läuft, die Wände bleiben kalt, an den Ecken bildet sich teils sogar Schimmel. Die Rechnung für Energie wird von Jahr zu Jahr höher. Die häufigste Forderung: mehr dämmen. Die Physik sagt: Reflexion ist effektiver.
Der Schwamm-Effekt: Dicke Dämmung allein reicht nicht
Wir haben über Jahrzehnte gelernt: Je dicker wir unser Haus einpacken, desto besser. Doch herkömmliche Dämmstoffe haben ein eingebautes Problem – sie funktionieren wie ein großer Schwamm.
Im Sommer saugt dieser „Schwamm“ die unerbittliche Sonnenhitze auf. Er zögert das Problem aber nur hinaus, bis er voll ist – und gibt die Hitze dann abends selbst in die Schlafzimmer. Im Winter passiert das Gleiche umgekehrt: Der Schwamm saugt teure Heizungswärme auf und lässt sie langsam nach draußen entweichen. Woran liegt das?
Klassische Dämmstoffe bremsen nur die Wärme, die langsam durch die Wände kriecht (ca. 20 %). Die restlichen 80 % sind unsichtbare Wärmestrahlung. Das Problem: Traditionelle Dämmung kann nicht reflektieren. Sie saugt diese Strahlung einfach auf und leitet sie zeitverzögert nach innen (Sommerhitze) oder außen (Winterkälte) weiter.
Wenn also ein Produkt nachweislich den Energieverbrauch eines Gebäudes reduziert, erfüllt es funktional die Dämmwirkung
Reflexion schlägt Dämmung
Eine Isolierung muss vor allen Dingen funktionieren. Eine gute Isolation hängt nicht maßgeblich von der Dicke ab. Stellen Sie sich eine Rettungsdecke vor — die dünne metallisierte Folie, die Sanitäter nach einem Unfall einsetzen. Sie wiegt fast nichts, ist hauchdünn und rettet trotzdem Leben. Warum? Weil sie Wärmestrahlung zu nahezu 100 % zurückwirft. Nicht weil sie dick ist, sondern weil sie reflektiert.
Genau dieses physikalische Prinzip bildet die Grundlage für LupoTherm LPT-17. Was Jahrzehnte lang Satelliten und Raumsonden schützte, schützt heute Dächer und Wände, aber nicht durch mehr Dämmstoff, sondern durch die Wirksamkeit der Reflexion. Wo klassische Systeme bis zu 200 mm benötigen und dabei nur einen einzigen Wärmetransportweg adressieren, vereint das LupoTherm LPT-17 alle drei physikalischen Wärmetransportwege in einem einzigen Aufbau von 32 mm: Infrarot-Strahlung wird reflektiert.
Wesentlich ist das positive Ergebnis unter realen Bedingungen und das muss beständig bleiben.
Sommer: Reflexion hält Hitze draußen Die Sonne trifft das Dach mit voller Kraft. Ohne Reflexion heizt sich die Konstruktion auf und gibt die Hitze stundenlang nach innen ab, noch tief in die Nacht.
Winter: Reflexion hält Wärme drinnen Heizungswärme und Körperwärme werden als Infrarotstrahlung vom Reflexionssystem nach innen zurückgeworfen. Die Heizung muss deutlich weniger Energie aufwenden, um die Raumtemperatur zu halten.
Autor: Wilfried Jung, A-Handenberg
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Die Vorteile der Reflexion wirken besonders bei starker Hitze und Kälte. LupoTherm LPT-17. (Bilder: LupoTherm)
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