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| | 71. NordBau zeigte die Trends für die Bauwirtschaft
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| | Neuheiten, Netzwerke, Wissen - vieles, was die Bauwirtschaft bewegt – hat auch im September 2026 über fünf Tage wieder das Gelände der Holstenhallen Neumünster geprägt. Und tatsächlich ist einiges in Bewegung gekommen: Es wurden Impulse gesetzt, neue Kontakte geknüpft, Lösungen präsentiert, Maschinen getestet und Geschäfte gemacht. 53.200 Besucher haben das umfangreiche Angebot der NordBau genutzt.
Mehr als 700 Austeller präsentierten ihre Produkte, Dienstleistungen und ihr Know-how für die anstehenden Bauaufgaben.
Besonders sichtbar war der Aufwind auf dem gut besuchten Freigelände. Hersteller und Händler zeigten dort ihre technischen Leistungsträger: Effiziente Maschinen mit smarter Technik, größerer Reichweite und mehr Komfort, die den Arbeitsalltag auf den Baustellen erleichtern. Dabei war die Elektrifizierung der Bauwelt sowohl bei kleinen Geräten als auch großen Maschinen zu entdecken. Der Impulsvortrag am Eröffnungstag von Dr. Stefan Wolf vom Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien (KLiB) rückte die Rolle von Batterien als Rückgrat der künftigen Energieinfrastruktur in den Mittelpunkt.
Auch die Aussteller in den Messehallen boten zahlreiche Neuheiten – von Werkzeug und Gerüstbauten über Baustoffe und Innenausbau bis zur Heiz- und Energietechnik. Beratungsangebote der verschiedenen Messepartner rund um energetische Sanierung und zukunftsorientierte Umbauten stießen auf großes Interesse. Das Forum Kreislaufwirtschaft Bau und die Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein boten sehr interessante Diskussions- und Informationsformate aus allen Blickwinkeln zur Wiederverwendung von Bauteilen und Baustoffen.
Modern und vielfältig präsentierten die Firmen der Holzbauhalle ihre Produkte und Dienstleistungen – alles unter dem Motto Holz*Handwerk*Zukunft*. Auf der zentral platzierten Bühne vermittelten Live-Vorführungen und Impulsvorträge anschaulich die Vorteile des Baustoffs Holz. Dazu gehören Nachhaltigkeit, schnellere Bauprozesse durch einen hohem Vorfertigungsgrad, wohngesundes Raumklima sowie die besonderen Möglichkeiten der Aufstockung und damit der Nachverdichtung. Das Holzbauzentrum Nord und die ausstellenden Unternehmen machten die beiden Hallen zu einem lebendigen Treffpunkt für Innovationen, Wissenstransfer und persönlichen Austausch. Nach der erfolgreichen Premiere wird die Holzbauhalle in den kommenden Jahren gemeinschaftlich fortgeführt.
Eine weitere Premiere feierte das vom VDBUM organisierte Infrastrukturforum. An drei Tagen machte der Verband der Baumaschinen-, Umwelt- und Maschinentechnik den Realitäts-Check für Großprojekte – im Bahnbau, Bundeswehr-Infrastrukturbau sowie Autobahn- und Straßenbau. In gut besuchten „Live-Podcasts“ gaben die Gesprächspartner spannende Einblicke in ihren jeweiligen Wirkungsbereich. Gleichzeitig beteiligte sich das Publikum aktiv an den Diskussionen. So entstand ein öffentlicher und nahbarer Austausch über drängende Infrastrukturthemen, die weit über die Baubranche hinaus von Bedeutung sind.
Bereits zum dritten Mal brachte die hochkarätig besetzte ConBau Nord Experten aus Forschung, Praxis und Politik zusammen. Als deutschlandweit einzigartiges Format vereint sie alle relevanten Akteure der Energiewende und des Wohnungsbaus. Der Baukongress im Norden für den Wohnungsbau in der Transformation richtete den Blick erneut auf zentrale Zukunftsthemen wie Wärmewende, Demografie und Baustandards. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem erprobte Lösungen und positive Ansätze, die zeigen, was bereits möglich ist.
Eine Frage beschäftigt die gesamte Baubranche – und auch die Unternehmen auf der NordBau: Wer baut die Zukunft? Viele präsentierten sich deshalb nicht nur mit ihren Produkten, sondern auch als attraktive Arbeitgeber. Rund 1.300 Jugendliche kamen am Donnerstag zur Messe, um bei „Faszination Bauberufe – nordjob-Bau:Technik“ Einblicke in die vielfältigen Ausbildungs- und Karrierewege zu erhalten. Ob Büro, Baustelle, Ausbildung oder duales Studium – die Bandbreite der beruflichen Perspektiven zeigten auch der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein und der Baugewerbeverband Schleswig-Holstein mit ihren jeweiligen Mitgliedsunternehmen. Zudem nutzten Berufsschulzentren die NordBau für das Format „Schule auf der Messe“. NordBau-Leiterin Natalja Solohor betont, dass inspirierende Vorbilder, das Anfassen von Baustoffen, Geräten und Werkzeugen die Entscheidung für einen Berufsstart in der Baubranche unterstützen können. Wie sinnstiftend eine handwerkliche Ausbildung sein kann, zeigte zudem die Dachdeckerinnung bei ihrer Freisprechungsfeier auf der Messe.
Hier redet man miteinander – ist das Motto der Messe. Das galt auch wieder für Ausrichter und Teilnehmer der rund 50 gut besuchten Seminare und Fortbildungen. Von Brandschutz über Kanalsanierung und dem Tag der Bauministerin bis zu nachhaltigen Klimaanpassungen im Sportbau – die Bandbreite der Themen war groß. Und die Teilnehmer schätzten wieder die Kombination aus fachlichem Mehrwert und einem Rundgang über die Messe.
Die nächste NordBau folgt am 8.–12. September 2027 auf dem Messegelände der Holstenhallen Neumünster.
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