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Energiewende: Arbeitsschutz beim Recycling stärker in den Blick nehmen
Bericht gibt Überblick über gefährliche und kritische Stoffe in Schlüsseltechnologien der Energiewende
Windenergie, Photovoltaik, Wasserstoff oder Batteriespeicher sind wichtige Bausteine für die Energiewende. Bei ihrer Herstellung, Nutzung, Wartung und Wiederverwertung kommen jedoch zahlreiche chemische Stoffe zum Einsatz, die für Beschäftigte gesundheitliche Risiken bergen können.
Ein neuer englischsprachiger Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt einen aktuellen Überblick über gefährliche und kritische Stoffe in diesen sogenannten Schlüsseltechnologien. Mit dem zunehmenden Ausbau der Kreislaufwirtschaft rücken dabei besonders das Recycling und die Instandhaltung dieser Technologien in den Fokus.
Die Energiewende verändert nicht nur die Art, wie Energie erzeugt, gespeichert und genutzt wird. Sie führt auch dazu, dass neue Technologien und Materialien in großem Umfang eingesetzt werden. Gleichzeitig sollen wertvolle Rohstoffe möglichst lange im Wirtschaftskreislauf bleiben und wiederverwendet werden. Doch damit entstehen auch neue Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.
Der vorliegende Bericht knüpft an ein Projekt aus dem Jahr 2014 an und berücksichtigt die technologischen, regulatorischen und marktbezogenen Entwicklungen der vergangenen Jahre. Ein Fokus lag dabei auf dem Schwerpunkt Recycling, Ressourcensicherheit und neu entwickelte Technologien (Wasserstoff, Wärmepumpensysteme).
Der Bericht betrachtet Stoffe, die bei Herstellung, Betrieb, Wartung und Recycling gesundheitliche Risiken für Beschäftigte darstellen können. Zudem werden auch kritische Rohstoffe betrachtet, von deren Import die Europäische Union abhängig ist. Untersucht wurden Technologien aus den Bereichen erneuerbare Energieerzeugung, Energieeffizienz, Energietransport und Energiespeicherung.
Besonders das Recycling gewinnt für den Arbeitsschutz an Bedeutung. Beschäftigte können dann z. B. beim Zerlegen, Aufbereiten oder Wiedergewinnen von Materialien mit gefährlichen Stoffen in Kontakt kommen. Gleichzeitig trägt die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe dazu bei, die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Der Bericht zeigt daher, dass sich der Blick auf mögliche Gefährdungen zunehmend über den gesamten Lebenszyklus von Technologien erstrecken muss.
Der baua: Report "Identification and use of hazardous substances that pose a health risk to employees with relevance for the energy transition" kann als PDF von der Internetseite der BAuA heruntergeladen werden.